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aerox Offline




Beiträge: 297

07.05.2003 23:53
RE: Beko will Grundig? Antworten

Nach der Insolvenz von Grundig sind die Chancen auf Übernahme durch den zunächst abgesprungenen türkischen TV-Gerätehersteller Beko wieder gestiegen.

Man sei für neue Verschläge zum Kauf des zahlungsunfähigen Grundig Konzerns offen, sagte Ali H.Sümerval, Beko Generaldirektor, bei der vor einigen Tagen in Istanbul stattgefundenen Hauptversammlung. Nach dem Insolvenzantrag habe sich, so Sümerval, die Lage bei Grundig geändert. Der Zustand, in dem sich Grundig jetzt befindet, sei nicht mehr der alte. Es sei nicht mehr das Unternehmen, das Beko untersucht habe. Wenn neue Vorschläge oder Anfragen kämen, werde sich Beko diese erneut ansehen.

Der sehr hoch verschuldete Grundig Konzern hatte vor einigen Tagen Insolvenz angemeldet. Die zunächst wie bereits berichtet geplante Übernahme durch Beko war vor allem an den hohen Pensionsverpflichtungen von Grundig gescheitert. Mit der Insolvenz gilt dieses Hindernis als aus dem Weg geräumt.

Laut Beko Geschäftsbericht hat Beko die Fernsehgeräteproduktion im vergangenen Geschäftsjahr um fast 100 % auf satte 4,2 Millionen Stück steigern können. Noch etwas größer ist der türkische Fernsehgerätehersteller Vestel mit über 5,0 Millionen Einheiten.

Jetzt bemüht sich der bisherige Grundig Eigentümer Anton Kathrein wohl um eine Rettung des Wiener Grundig Fernsehgerätewerkes. Angeblich war dieses bereits an einen Wiener Industriellen verkauft, der aber offensichtlich schlussendlich kalte Füße bekommen hat und den Vertrag nicht vertragsreif machte. Laut Kathrein hätte das Wiener Grundig Werk noch einen Beko Auftrag über 850000 Flachbildschirme. Weiter heißt es, dass derzeit drei potentielle Käufer für das Wiener Werk da seien. Nun ja, mal sehen, was wirklich kommt.

Diese drei potentiellen Käufer hätten das Interesse mit einem Teil der Werkskapazität Lohnaufträge für Beko zu fertigen und einen anderen Teil der Kapazitäten wollten sie zur Herstellung eigener Produkte einsetzen. Auch hier gilt wieder der INFOSAT Spruch: Mal sehen, was wirklich kommt.

Hat beim Thema Kathrein und Grundig der Schwanz nicht mit dem Hund gewedelt? Immer mehr Experten sind der Meinung, dass Anton Kathrein sich bei der Sanierung von Grundig völlig übernommen hat. Anton Kathrein ist bislang ein erfolgreicher Unternehmer gewesen mit Dutzenden von Beteiligungsfirmen. Die Nummer Grundig war für ihn aber offensichtlich eine Nummer zu groß. Kathrein muss sich eben um seine eigene Kathrein Firmenfamilie kümmern. Er hat auch innerhalb der Kathrein Gruppe nicht genügend Managementkapazität, um das Problemthema Grundig auf eine gute Schiene zu bringen. Kathrein hat sich überschätzt und mit ihm auch die ihn unterstützende Bayerische Staatsregierung.

Interessant: Kathrein importiert immer noch Digitalreceiver von Hyundai in Korea und gleichzeitig werden im Kathrein Werk Katec Digitalreceiver für dritte Firmen produziert, die allerdings außerhalb der Kathrein Gruppe entwickelt wurden. Unlogisch oder was?

cu aerox

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