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Dieses Thema hat 1 Antworten
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aerox Offline




Beiträge: 297

19.05.2003 08:48
RE: Schumi: Feuersieg am A1-Ring Antworten

Spielberg. Michael Schumacher hat den Naturgewalten getrotzt und beim GP von Österreich seinen dritten Saison-Sieg eingefahren. Ein Regenschauer, eine gefährliche Ölspur und selbst ein Brand an seinem Ferrari warfen den Weltmeister auf dem Alpenkurs in Spielberg nicht aus der Bahn. Mit seinem ersten ehrlichen Erfolg auf dem A1-Ring rehabilitierte sich Schumi für den 'Sieg der Schande' im Vorjahr. Diesmal musste die Ferrari-Teamleitung nicht eingreifen, um ihrem Superstar am Teamkollegen vorbei zum Sieg zu winken; Rubens Barrichello kam nicht einmal in die Nähe von Schumacher. Der Brasilianer musste sich hinter McLaren-Mercedes-Pilot Kimi Räikkönen mit Platz drei begnügen.

Geburtstagskind im Pech

Durch seinen hart erkämpften zweiten Platz - der Silberpfeil-Mann musste sich auf den letzten Runden den Angriffen von Barrichello erwehren - verteidigte der Finne auch seinen Führung in der WM-Wertung mit nun 40 Punkten vor Schumacher (3 und Rubens Barrichelo (26). Der bisherige Dritte, Shooting-Star Fernando Alonso, sah mit seinem Renault erstmals in dieser Saison nicht die Zielflagge und fiel auf Rang vier zurück. Dagegen sammelte auch der zweite McLaren-Fahrer nach der Null-Nummer von Barcelona wieder Punkte. David Coulthard kämpfte sich von Startposition 14 bis auf den fünften Platz nach vorne. Rang vier sicherte sich überraschend Jenson Button im BAR-Honda.

Weniger gut lief es bei BMW-Williams. Ralf Schumacher belegte beim 100. gemeinsamen GP der Schumacher-Brüder nur den sechsten Platz, holte damit aber immerhin drei WM-Zähler für sein BMW-Williams-Team. Teamkollege Juan Pablo Montoya ging leer aus. In Runde 31 musste der Kolumbianer in Führung liegend sein Auto mit Motorschaden abstellen. Bei Sauber lief noch weniger zusammen. Nick Heidfeld gelang es nicht, seinen vierten Startplatz für eine Spitzenrang zu nutzen: In Runde 47 stoppte ihn ein technischer Defekt. Stallgefährte Heinz-Harald Frentzen schaffte es an seinem 36. Geburtstag nicht einmal bis zum Start. Wegen eines Kupplungschadens sprang sein Sauber vor der Aufwärmrunde nicht an.

Erst beim dritten Mal klappt's

Der Grand Prix begann kurios: Zwei Mal musste der Start wegen eines technischen Problems an Cristiano da Mattas Toyota abgebrochen werden. Im dritten Anlauf klappte es schließlich. Michael Schumacher verteidigte seine Pole-Position, während Räikkönen Montoya passieren lassen musste. Allerdings rückte schon in der zweiten Runde das Safety-Car aus, um den Streckenposten zu ermöglichen, Jos Verstappens gestrandeten Minardi zu bergen. Nach vier Runden begann das Rennen endlich richtig.
Schumacher fuhr schnell einen Vorsprung heraus; in der 15. Runde lag er bereits 10,6 Sekunden vor seinem ersten Verfolger Montoya, dahinter belauerten sich Räikkönen und Barrichello. Ein Regenschauer brachte das Feld wieder näher zusammen: Die durch Blütenstaub schon glitschige Piste wurde durch den Regen noch rutschiger. Schumacher verlor kurzzeitig zwei Sekunden pro Runde auf Montoya.


'Roter Hai' besteht Feuertaufe

Ein Brand bei seinem ersten Boxenstopp in der 23. Runde kostete den Ferrari-Star schließlich die Führung. Nachdem schon beim Stopp von Barrichello der Tankschlauch geklemmt hatte, brach bei Schumi ein Feuer am Tankstutzen des F2003-GA aus. Doch die Ferrrari-Mechaniker schafften es mit drei Feuerlöschern den Brand zu bekämpfen. Michael blieb bei der Aktion ganz cool im Auto sitzen. Erinnerungen an den Tankunfall von Schumis Benetton-Temakollegen Jos Verstappen beim Deutschland-GP 1994 auf dem Hockenheimring wurden wach. Damals ging der Rennwagen des Niederländers komplett in Flammen auf. Schumacher verlor durch den Zwischenfalls in der Box wertvolle Zeit und fiel hinter Montoya und Räikkönen auf den dritten Platz zurück.

Ein Motorschaden beendete in der 32. Runde jäh den Traum Montoyas vom ersten Grand-Prix-Sieg seit seinem bislang einzigen Triumph in Monza 2001. Schumacher nutzte die Situation und zog auch gleich an Räikkönen vorbei. In Runde 42 musste Schumi die Führung noch einmal dem Finnen überlassen, als er zu seinem zweiten Stopp an die Box kam. Dieses Mal klappte alles problemlos. Nach den Boxenstopps von Räikkönen (49. Runde) und Barrichello (50) war die alte Reihenfolge wiederhergestellt. Kurz zuvor hatte der Abflug von Alonso noch einmal für Aufregung gesorgt.

Ölspur bringt Schumi ins Schleudern
Der Spanier hinterließ bei seinem Dreher eine Ölspur, die sowohl Schumacher als auch Räikkönen fast zum Verhängnis geworden wäre. Nur weil die Auslaufzone an dieser Stelle der Strecke asphaltiert war, blieben die beiden Führenden im Rennen. Danach war das Rennen so gut wie gelaufen. Nur Räikkönen kam noch einmal ins Schwitzen, als Barrichello sieben Runden vor Schluss wieder in seinem Rückspiegel auftauchte. Schumi flog ungefährdet dem Sieg entgegen und machte nach 1:24:04,888 Stunden den 67. GP-Sieg seiner Karriere Perfekt.

cu aerox

aerox Offline




Beiträge: 297

19.05.2003 08:50
#2 RE: Schumi: Feuersieg am A1-Ring Antworten

Brenzlige Situation beim Tankstopp

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Spielberg. Jetzt hat es auch Ferrari mal erwischt. Seit Jahren kämpfen die F1-Teams mit den Tücken der Tankanlagen. Wie brenzlig es dabei werden kann, hat die Crew der Scuderia beim GP von Österreich erfahren. Durch ein offenbar undichtes Ventil im Tankschlauch trat Treibstoff aus, der sich sofort entzündete. "Ich hatte den Finger schon am Knopf für den Schleudersitz. Aber ich habe die besten Mechaniker der Welt, ich kann ihnen voll vertrauen", lobte Michael Schumacher nach Rennende seine Boxenmannschaft, die mit Feuerlöschern das Schlimmste verhinderte. Erst nach 20 Sekunden machte sich der Weltmeister mit einigem Löschschaum auf dem Visier wieder auf die Reise.
Zuletzt hatte es beim GP von San Marino offensichtliche Schkwierigkeiten mit den Tankanlagen gegeben. Damals verlor Juan Pablo Montoya viel Zeit, als weder seine noch die Ersatzanlage richtig funktionierten. "Das ist nicht akzeptabel", hatte BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen damals getobt und Konsequenzen gefordert. Auch Minardi hatte in Imola massive Probleme beim Nachtanken.

Die Tankanlagen kommen für alle F1-Teams von einem Hersteller. Mitte der 90er Jahre hat die französische Firma Intertechnique das Monopol vom Weltverband FIA erhalten. Modifikationen durch die Teams sind streng verboten. Als 1994 der Bennetton von Jos Verstappen durch einen Tankunfall lichterloh in Flammen stand, kam heraus, dass die Crew einen Sicherheitsfilter entfernt hatte, um die Durchlaufgeschwindigkeit des Treibstoffs zu erhöhen.

cu aerox

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